Allgemeine Verlängerungsbedingungen von Klassenberechtigungen

Übungsflug oder Befähigungsüberprüfung

Die Verlängerung ist durch die Einführung der FCL etwas leichter geworden: Innerhalb der letzten 12 Monate werden für die Verlängerung der Klassenberechtigung PPL – SEP und/oder TMG  12 Flugstunden (Blockzeiten) davon sechs Stunden als verantwortlicher Pilot  mit zwölf Starts und Landungen  und ein einstündiger Übungsflug mit einem Fluglehrer verlangt.
 
Der Übungsflug ist inhaltlich nicht festgelegt und soll mindestens eine Stunde dauern. Die Zeit zählt natürlich zu den verlangten 12 Stunden.  Sie sollten jedoch die Gelegenheit nutzen und wieder einmal Grenzflugzustände mit Lehrer erfliegen und den Gebrauch von Funknavigationshilfen zeigen lassen
 
Wenn es  mit den Flugstunden eng wird, kann eine Befähigungsprüfung vor Ablauf der Berechtigung aus der Klemme helfen. Eine Befähigungsprüfung ist eine waschechte Flugprüfung mit mündlichen Frage-Antwort Teil. Der früheste Termin für Übungs- bzw. Befähigungsprüfungsflug ist drei Monate vor Ablauf des Gültigkeitszeitraumes.  Man kann sich den Prüfer selbst aussuchen. Es wird nur wenigen gelingen, aus dem Stand heraus die Befähigungsüberprüfung, ohne Training mit einem versierten Fluglehrer, zu bestehen.

Erneuerungen von Berechtigungen gemäß TEIL-FCL  (Verordnung (EU) Nr. 1178/2011)


Klassen- und Musterberechtigungen – Erneuerungen FCL.740 bb)
 
Erneuerungen –– Allgemeines  z.B.: SEP; TMG

Die Erneuerung“ einer Berechtigung ist nach deren Ablauf erforderlich. Bedingung für die Erneuerung der mit der Berechtigung verbundenen Rechte ist die Erfüllung der untenstehenden Erneuerungsvoraussetzungen.
 
Wenn eine Klassen- oder Musterberechtigung abgelaufen ist, muss der Bewerber:
 
(1) eine Auffrischungsschulung bei einer ATO absolvieren, wenn dies notwendig ist, um denn Befähigungsstand zu erreichen, der erforderlich ist, um die betreffende Luftfahrzeugklasseoder das betreffende Luftfahrzeugmuster sicher betreiben zu können, und
 
(2) eine Befähigungsüberprüfung gemäß Anlage 9 dieses Teils (gemeint ist Verordnung (EU) Nr. 1178//2011) absolvieren.
 
Hinweis:
Der Umfang der Auffrischungsschulung wird durch die ATO festgelegt. Zu diesem Zweck hat die ATO eine Leistungsfeststellung des Bewerbers (in Form eines Statuschecks in Theorie und Praxis) durchzuführen und entsprechend zu dokumentieren. Auf Basis des Ergebnisses dieser Leistungsfeststellung legt die ATO in Eigenverantwortung die Notwendigkeit und den Umfang der Auffrischungsschulung fest.
 
Die gemäß FCL.740 b) (2) durchzuführende Befähigungsüberprüfung ist mit einem Flugprüfer zu absolvieren, der weder an der Leistungsfeststellung noch am Erneuerungstraining des Bewerbers beteiligt gewesen ist.
 
Eintrag in die Lizenz des Bewerbers
Gemäß FCL.1030 b) muss der Flugprüfer nach Bestehen der Befähigungsüberprüfung in der Lizenz des Bewerbers das neue Ablaufdatum der Berechtigung eintragen. Im Anschluss daran sind die entsprechenden Unterlagen unverzüglich an die Austro Control GmbH zu übersenden.
 
Bei der Austro Control GmbH einzureichende Unterlagen im Zusammenhang mit Erneuerungen, die durch eine ATO durchgeführt worden sind:
Der Bewerber reicht im Anschluss an seine Befähigungsüberprüfung folgende Unterlagen bei der zuständigen Behörde – Austro Control/LSA/PEL/Lizenzabteilung ein:
 
Dokumentation (Kopie) über den Statuscheck sowie die in Verbindung mit diesem Check dokumentierte Stellungnahme des „Head of Training“ hinsichtlich des Inhaltes, Ablaufs und
 
-       Umfangs der festgelegten Auffrischungsschulung
-       Ausbildungs- und Trainingsnachweis (Kopie)
 
Nachweis der theoretischen Prüfung//Überprüfung, wenn erforderlich (IR mehr als 7 Jahre abgelaufen) (Kopie)
Der Nachweis der Befähigungsüberprüfung ist vom Flugprüfer im Original zu übermitteln.
 
Auszug aus Austro Control DC_LFA_PEL__100_v1_0 15.04.2013
 


Informationen hiezu findet man auch auf der Internetseite von Austro Control.