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Schäden OE-DSM & OE-KMC

Liebe Pilotinnen und Piloten,

anlassbezogen folgende Information an unsere Mitglieder: Bei unserer OE-DSM wurde kürzlich, offensichtlich im Zusammenhang mit einer schwierigen Landesituation, der Hecksporn schwer beschädigt. Hierzu zwei Feststellungen:
  1. Erstens wurde vom Piloten, der den Schaden verursacht hat, keine Meldung erstattet. Dies ist auf der einen Seite natürlich eine Frage von Anstand und Fairness den anderen Mitgliedern unseres Vereines gegenüber, andererseits jedoch vor allem eine Frage der Sicherheit. Was, wenn mehr am Flugzeug beschädigt worden wäre, als von außen sichtbar? Der nächste Pilot steigt in Unkenntnis einer vorherigen harten Landung ein, bei der nächsten Landung kommt es zum Unglück. Bitte macht euch bewusst, in welche Gefahr ihr mit einer solchen Vorgangsweise eure Fliegerkameraden bringen könnt.
  2. Macht bitte euren Außencheck vor Inbetriebnahme unserer Flugzeuge, und zwar gründlich! Und meldet sofort, wenn ihr da eine Beschädigung, in welcher Form auch immer, entdeckt. Denn grundsätzlich ist der letzte „Flying Pilot“ lt. Bordbuch auch verantwortlich für den Schaden. Also, Außencheck nicht nur zu eurer eigenen Sicherheit betreffend Leib und Leben, sondern auch in finanzieller Hinsicht!
Bitte seid euch bewusst: es ist keine Schande, wenn mal eine Landung nicht klappt. Das kann jedem jederzeit passieren, Es können schwierige Bedingungen wie starker Seitenwind oder Turbulenzen, Stresssituationen oder einfach nur ein schlechter Tag die Ursachen sein. Wir sind alle nur Menschen und keine unfehlbaren Maschinen. Doch wenn es passiert, seid fair, steht dazu, wir werden gemeinsam eine Lösung finden. Die Flugzeuge sind allesamt versichert und "good airmanship" bedeutet auch, solche Dinge offen anzusprechen bzw. zu melden. Das würden wir auch jetzt noch schätzen, auch um zu wissen, was genau passiert ist. 

Zusätzlich wurde bei unserer OE-KMC ein umfangreiches Motorservice (Kostenpunkt: 6000 Euro!) notwendig, da der Motor offensichtlich falsch bedient wurde. Die Gründen dafür können laut Werft folgende sein: 
  1. Der Motor wurde ohne Aufwärmen bei hoher Drehzahl belastet (z.B. weil nicht gewartet wurde, bis das Öl die notwendige Temperatur erreicht hat)
  2. Der Motor wurde bei einem Abstieg aus großer Höge mit wenig Leistung sehr schnell stark abgekühlt ("Shock Cooling")
  3. Der Motor wurde ohne die entsprechende Menge Öl betrieben.
Alle drei Ursachen lassen sich vermeiden, wenn man diese Schritte berücksichtigt: Vor dem Flug muss das Öl kontrolliert werden. Das ist einer der grundsätzlichen Schritte jedes Outside-Checks! Außerdem muss vor dem Flug die Öltemperatur entsprechend im Rahmen der Betriebslimits sein, bevor gestartet werden kann. Bei einem langen Abstieg ist darauf zu achten, dass der Motor trotzdem unter Last läuft bzw. nicht mit Standgas betrieben wird.

Many happy landings, 
Euer Vorstand des MCK



Letzte Aktualisierung
10:29:55 06.07.2018 von Stefan Jäger